Zeitung Heute : FSI und High-Performance

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Mit gleich drei neuen Modellen, die dieser Tage in Genf ihren ersten Auftritt vor großem Publikum haben, erweitert Audi jetzt sein Modellprogramm. Zu ihnen gehören der A2 1.6 FSI mit Benzin-Direkteinspritzer, der Audi Allroad Quattro 4.2 mit Achtzylinder und als neues High-Performance-Modell der Audi RS 6.

Mit dem A2 1.6 FSI präsentiert die Ingolstädter Konzerntochter von Volkswagen ihren ersten Serien-Benzin-Direkteinspritzer, der zugleich auch der stärkste Vertreter der kompakten Audi-Modellreihe mit ihrer komplett aus Aluminium gefertigten Karosserie ist. Denn dem 81 kW (110 PS) leistenden 1,6-Liter genügen 9,8 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und als Höchstgeschwindigkeit sind 202 km/h möglich.

Doch es sind nicht nur die sportlichen fahrleistungen, die den neuen Benzin-Direkteinspritze auszeichnen. Denn besondere Beachtung schenkten die Audi-Ingenieure bei seiner Entwicklung dem großen Sparpotenzial, das die Benzin-Direkteinspritzung bietet. So reichen dem Audi A2 FSI durchschnittlich nur 5,9 l/100 km - ein angesichts der Fahrleistungen und des Raumangebots dieses Autos konkurrenzlos niedriger Wert für einen Benziner . Und der erfüllt zugleich auch noch noch die strenge Abgasnorm EU 4, was bei Erstzulassung vor dem 1. Januar 2005 einen Steuererlass von 306 Euro bedeutet - man spart also fast drei Jahre lang die Kfz-Steuer für den A2 1.6 FSI, der für einen Preis von 18 750 Euro angeboten wird.

Über die Details der direkten Benzineinspritzung bei Audi werden wir schon bald ausführlicher berichten, wenn wir auch Gelegenheit haben, mit dem A2 1.6 FSI erste Probekilometer zu fahren. Das größte Einsparpotenzial bietet dabei der geschichtete Magerbetrieb im Teillastbereich, bei dem unter hohem Luftüberschuss winzige Kraftstoffmengen eingespritzt werden, die in der Nähe der Zündkerze als zündfähiges Gemisch geballt werden, um sieüberhaupt zünden zu können. Im Abgassystem arbeitet ein spezieller Speicherkat, der dazu beiträgt, die bei dieser Technik entstehenden Stickoxide abzubauen.

Zweiter Neuling im Audi Programm ist der für 58 890 Euro angebotene Allroad Quattro 4.2, unter dessen Motorhaube ein 220 kW (300 PS) leistender V8 mit 4,2 Liter Hubraum arbeitet. Der dank rückseitigem Kettenantrieb besonders kompakte Achtzylinder liefert zwischen 2700 und 4600/min sein höchstes Drehmoment von 380 Nm und lässt den flotten Allradler binnen 7,2 Sekunden Tempo und maximal 240 km/h erreichen. Zur Ausstattung des geländetauglichen Sportlers mit permanentem Allradantrieb und einem Torsen-Mittendifferenzial, das für die variable Verteilung der Antriebskräfte verantwortlich ist, gehört eine fünfstufige Tiptronic, die auf Wunsch auch vom lenkrad aus bedient werden kann. Die Auslieferung des schnellen Allroad Quattro soll im Sommer beginnen.

Dasgilt auch für das dritte neue Modell im Audi-Programm, den Audi RS 6, den es wohl als Limousine als auch als Avant geben wird. die Preise liegen bei 86 500 euro für die Limousine und 88 600 euro für den flotten Kombi. Angetrieben wird der RS6 von einem 4,2-Liter-V8-Motor mit Fünfventiltechnik, der eine Leistung von 331 kW (450 PS) entwickelt. Der mit zwei Turboladern und zwei Ladeluftkühlern ausgestattet Achtzylinder liefert in einem besonders breiten drehzahlbereich von 1950 bis 5600/min sein höchstes drehmoment von 560 Nm - das bedeutet praktisch in jeder Situation Kraft im Überfluss. So reichen für den Spurt auf Tempo 100 gerade einmal 4,9 Sekunden und bereits nach 18 Sekunden erreicht die Tachonadel die Tempo-200-Marke.

Trotz seiner herausragenden Fahrleistungen gibt sich der neue Extremsportler optisch ausgesprochen zurückhaltend und setzt mit seiner tiefen Frontschürze mit drei Lufteinlässen und rautenförmigen Gittern, Seitenschwellern und einem Heckspoiler eher dezente Signale.

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