Zeitung Heute : Für bis zu 100 000 Arbeitsplätze befürchtet der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV) das Aus

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Das Aus für bis zu 100 000 Arbeitsplätze befürchtet der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV) in Wiesbaden, wenn im Frühjahr ein Referenten-Entwurf zum Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verabschiedet werden sollte. Die Novelle sieht für den Paragrafen 28 Abs. 4 Satz 2 des BDSG einen Adressen-Herkunftsnachweis vor. Im Wortlaut: "Der Betroffene ist bei der Ansprache zum Zwecke der Werbung . . . über die verantwortliche Stelle, die Herkunft der Daten sowie über das Widerspruchsrecht . . . zu unterrichten." Deutschlandweit betreiben laut DDV 600 000 Unternehmen Direktmarketing, auch Dialogmarketing genannt. 100 000 Stellen wären etwa zehn Prozent der direkt und indirekt mit Direktmarketing verknüpften Arbeitsplätze. Den größten Umsatz des 40-Milliarden-Mark-Marktes erwirtschaftet der Versandhandel. DDV-Präsident Bernd Krake, der ein Abwandern der Branche ins Ausland befürchtet: "In keinem anderen Land der Welt gibt der Verbraucher über den Weg des Versandhandels pro Kopf so viel aus wie in Deutschland."

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