Zeitung Heute : „Für den Abiball mussten wir einen riesigen Saal mieten“

„Als G8 und G9 zusammengewürfelt wurden, saßen wir auf einmal neben Mitschülern, die bisher ein Jahr unter uns waren. Anfangs war das ein komisches Gefühl, aber nach dem ersten Monat war das vorbei. Ich war überrascht, wie schnell wir uns angefreundet haben. Wir aus G9 hatten einen Vorteil: Wir hatten die 11. Klasse als Findungszeit. Viele gehen in der Zeit ins Ausland. Ich war für drei Monate in Paris bei einer Gastfamilie. Den Schülern aus G8 hat auch die Erfahrung gefehlt, wie man Klausuren schreibt. Mittlerweile hat sich das aber ausgeglichen.

Die enorme Größe des Jahrgangs wird sich besonders bei den Feierlichkeiten bemerkbar machen. Die Abiverleihung dauert bestimmt fünf Stunden. Für den Abiball mussten wir einen riesigen Saal mieten, da kostet eine Karte 55 Euro. Wenn jeder die Eltern, Großeltern und Geschwister mitbringt, werden wir tausend Leute sein.

Ich möchte nach dem Abi nicht gleich auf die Uni, sondern ein Jahr in Neuseeland verbringen. Klar fange ich dann erst mit 20 an zu studieren. Aber es ist einfach die beste Zeit zum Verreisen. Was in unserem Jahrgang am meisten herumschwirrt, ist die Angst um die Studienplätze. Die meisten wollen in Berlin bleiben, hier werden die Plätze besonders umkämpft sein. Ich habe es da leichter: Ich möchte an die Ostsee. Dort will ich Medizin studieren.“

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