Zeitung Heute : Für Freiheitsliebende

-

Das Genre der Weltraumspiele wurde in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt: Wo früher Klassiker wie „Elite“ oder „Wing Commander“ hohe Absatzzahlen garantierten, mussten Fans lange auf qualitativ hochwertigen Nachschub warten.

Der ist nun in Form des neuen PCTitels „Freelancer“ erhältlich – ein Weltraumabenteuer ganz in der Tradition der genannten Oldies. Unter der Leitung des deutschen Designers Jörg Neumann erschufen die US-Entwickler von Digital Anvil ein riesiges Universum, in dem der Spieler nahezu grenzenlose Freiheiten besitzt. In der Rolle des Freiberuflers Edison Trent erforscht man die „Freelancer“-Galaxis und wird Teil einer spannenden Science-Fiction-Handlung. Die Steuerung funktioniert wie in einem 3D-Shooter ausschließlich über Maus und Tastatur, auf eine Joystick-Unterstützung wurde verzichtet. Trotzdem geht die Bedienung locker-leicht von der Hand und bereitet auch Genre-Einsteigern keinerlei Probleme.

Audiovisuell ist „Freelancer“ prächtig inszeniert: Die actionreichen Gefechte werden mit gleißenden Licht- und Explosionseffekten veredelt, dazu ertönt eine kernige Klangkulisse nebst deutscher Sprachausgabe aus den Lautsprechern. Auch die unterschiedlichen Schiffsmodelle und Planetensysteme machen grafisch einiges her. Insgesamt ist „Freelancer“ ein rundum empfehlenswerter Weltall-Ausflug mit nahezu philosophischer Spieltiefe. Ist man erst einmal in die schiere Unendlichkeit des Alls abgetaucht, will man trotz Temperatur-Höchstwerten gar nicht mehr mit dem Daddeln aufhören. pla

Systemvoraussetzungen: CPU mit 1,4 GHz, 512 MB RAM, 900 MB Festplattenspeicher, 3D-Karte mit 64 MB (Microsoft, 40 Euro)

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!