Zeitung Heute : Für jedermann

BÜRGERVERSICHERUNG

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Sie ist für alle von allen – die Bürgerversicherung. Diese Form der Sozialversicherung würde nicht nur die abhängig Beschäftigten und ihre Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, sondern alle Einkunftsarten jedes Bevölkerungskreises einbeziehen. Das wäre insofern revolutionär, als dass dann auch Selbstständige und Beamte Mitglied einer gesetzlichen Versicherung werden müssten. Wie viel der Einzelne wofür zahlen muss, richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Einkommen.

Die Umbildung der Krankenkassen zur Bürgerversicherung bedeutet lediglich eine Mindestversorgung der Versicherten, gleichzeitig ließe sie keinen Platz für die bisherige Form von Privatversicherungen. Zusatzleistungen in den verschiedenen Bereichen oder die Behandlung durch den Chefarzt könnten dann von den Privaten abgedeckt werden – je nach Sicherheitsbedürfnis.

Befürworter dieser Variante gibt es derzeit auf allen Seiten – allerdings sorgt besonders die Frage, ob und wie viele Leistungen ausgegliedert werden, für Unstimmigkeiten. Die Grünen fordern die Bürgerversicherung schon lange, Karl Lauterbach, RürupKommissionsmitglied und enger Berater von Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD), unterstützt sie ebenso wie CSU-Gesundheits- und Sozialexperte Horst Seehofer.

Nach Lauterbachs Berechnungen würde die Versicherungspflichtgrenze von jetzt 3825 Euro und die Beitragsbemessungsgrenze von jetzt 3450 Euro auf 5100 Euro steigen müssen. In beiden Fällen würden Einkommen aus Zinsen, Mieteinnahmen und Aktiengewinnen berücksichtigt werden müssen.

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