Zeitung Heute : Für und gegen ihn

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Bodo Hombach: Zu Beginn der rotgrünen Koalition war Hombach Chef des Kanzleramts. Er übernahm die Rolle des Lafontaine-Zermürbers. Ob „linke Angebotspolitik“ oder „Dritter Weg“ – wann immer aus dem Regierungslager Ideen drangen, die den damaligen SPD-Vorsitzenden und Finanzminister provozierten, war Gerhard Schröders Amtschef nicht weit. Oskar Lafontaine nahm diesen Mann allerdings nicht richtig ernst. Konzeptionell hielt er ihn für einen neoliberalen Schwätzer, seine taktische Gerissenheit sah er erst in voller Schärfe, als es schon zu spät war.

DER FREUND

Ottmar Schreiner , gleichfalls ein Saarländer von linkskatholischem Schlag, soll – wie man hören kann – persönlich nicht mehr ganz so gut auf Lafontaine zu sprechen sein wie früher. Politisch sind sie immer noch die dicksten Freunde. Der frühere SPD-Generalsekretär und jetzige Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels leistet intern, was Lafontaine außerparlamentarisch macht: erbitterten Widerstand gegen Schröders Reformagenda.

DIE KRAFT

Christa Müller , Oskar Lafontaines dritte Frau, schenkte ihrem Mann nicht nur einen zweiten Sohn, sondern auch den letzten Antrieb, sich der Wirtschafts- und Finanzpolitik mit größter Hingabe anzunehmen. Sie ist Volkswirtin und hat früher einmal unter Hans Eichel in der hessischen Staatskanzlei gearbeitet. Jetzt führt sie ein Leben als eine Art Privatgelehrte ihres Mannes. Öffentliche Auftritte sind eher selten. Aber als wirtschaftspolitische Publizistin macht sie immer mal wieder von sich reden. psi

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