Zeitung Heute : Fuhrparks können die Umwelt entlasten

Schadstoffreduzierte Leasingautos rechnen sich.

Gisela Demberg
Losfahren, Sprit sparen. So wird ein Fuhrpark effizient. Foto: dpa
Losfahren, Sprit sparen. So wird ein Fuhrpark effizient. Foto: dpaFoto: picture alliance / dpa

Fuhrparks müssen wirtschaftlich und effizient sein, ganz gleich in welcher Größenordnung sie angelegt sind. Sie sollen unternehmerischen Einsatzbedürfnissen optimal begegnen, und das möglichst kostengünstig. Insbesondere bei Vielfahrern fallen Spriteinsparungen ins Gewicht, die zum einen durch spritsparendes Fahrverhalten, vor allem jedoch durch CO2-Ausstoß-reduzierte Fahrzeuge erzielt werden können.

Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie ist der mittlere CO2-Ausstoß in deutschen Pkw-Flotten zwischen 2005 und 2012 von Jahr zu Jahr in mehr oder weniger großen Sprüngen um insgesamt rund 19 Prozent geringer geworden. Das ist vor allem auf die kontinuierliche Entwicklung schadstoffreduzierter Fahrzeuge zurückzuführen. Nach den Statistiken des Kraftfahrbundesamtes (KBA) waren rund 99 Prozent aller im Jahr 2011 zugelassenen Neufahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben ausgestattet. Einhergehend mit den EU-Vorgaben zur Emissionsreduzierung besteht für Hersteller die Notwendigkeit und Herausforderung, den CO2-Ausstoß dieser Fahrzeuge weiter zu verringern.

Flottenbetreiber stehen dabei immer rascher vor der Frage, ob und inwieweit es sich lohnt, Fahrzeuge mit jeweils neuesten Umweltstandards anzuschaffen und damit ihre Spritkosten zu senken. Doch solche Neuanschaffungen kosten Geld. Und sie sind teurer als vergleichbare Normalmodelle.

Leasing kann hier ein nützliches Finanzierungsinstrument bei einer Fuhrparkerneuerung sein: Die durchschnittliche Vertragsdauer beträgt 36 Monate, kann sich aber auch auf 12,18 oder 24 Monate belaufen, so dass es möglich ist, die jeweils am stärksten schadstoffreduzierten Fahrzeuge zum Einsatz zu bringen. Die höheren Preise fallen in den kalkulierten monatlichen Raten nicht so stark ins Gewicht und werden zudem laufzeitbezogen und nicht in voller Höhe eingerechnet.

Ein erfolgreiches und inzwischen mehrfach prämiertes Umweltprogramm hat Marktführer Volkswagen Leasing zusammen mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) bereits 2008 aufgelegt . Es umfasst mittlerweile mehr als 170 000 Fahrzeuge. Ein Ziel ist es, „Motivationen für eine umweltfreundlichere Ausgestaltung von Fahrzeugflotten zu schaffen und gleichzeitig zu zeigen, wie hierdurch ein Maximum an Kraftstoff und Emissionen eingespart werden kann“, so Lars-Henner Santelmann, Sprecher der Geschäftsführung der Volkswagen Leasing.

Leasing kann auch die Anschaffung schwerer Nutzfahrzeuge erleichtern, die die neuen Euro-Normen zur Schadstoffreduzierung erfüllen. Grundsätzlich können auch Fördermittel aus dem Innovationsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Anschaffung emissionsarmer Lkw vom Leasingnehmer in Anspruch genommen werden, wenn das Fahrzeug auf ihn mindestens zwei Jahre in Deutschland zugelassen wird. Nach Angaben der KfW ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt fraglich, ob die Förderung, die nur noch für schwere Lkw mit mindestens12t Nutzlast und Erfüllung der Euro 6 Norm vorgesehen ist, überhaupt – unabhängig von der Beschaffungsform – weiter möglich sein wird. Und wenn ja, in welchem Umfang. Anträge werden zur Zeit nicht mehr entgegengenommen.

Saisonratenfinanzierung und Mietmodelle sind weitere Möglichkeiten, den Einsatz neuer Lkw je nach unternehmerischen Bedürfnissen finanziell zu erleichtern. Alle diese Möglichkeiten offeriert etwa die Mercedes-Benz-Bank sowie die MB CharterWay. Diese bietet eine Flotte von rund 7500 Nutzfahrzeugen auf neuestem Umweltstand an, aus der Fahrzeuge zur Kurz-und Langzeitmiete ausgewählt werden können. Sie umfasst auch Hybridfahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit bivalentem Antrieb – also mit Erd- oder Flüssiggas und Benzin. Gisela Demberg

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