Zeitung Heute : Funktion, Schäden

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KNIEGELENK : Die Kniegelenke gehören zu den am stärksten belasteten Gelenken im menschlichen Stützapparat. Beim Sport müssen sie bis zu 1,5 Tonnen aushalten – etwa bei Sprints oder Sprüngen. Auch beim Treppensteigen oder bei anderen Bewegungen im Alltag übersteigt die Belastung im Gelenk das Körpergewicht um ein Vielfaches. In dem Gelenk treffen sich drei Knochen: Oberschenkel, Schienbein und Kniescheibe. Zwei Knorpelscheiben (Menisken) halten den Oberschenkelknochen wie Kissen auf dem Schienbein.

VERSCHLEISS : Die hohen Belastungen sind eine wesentliche Ursache für den Verschleiß. Mit zunehmendem Alter wird der Knorpel aufgerieben (Arthrose). Die Folgen sind: Schmerzen und eine beeinträchtigte Beweglichkeit.

FEHLSTELLUNG : Da die Knie den menschlichen Körper tragen, haben Fehlstellungen erhebliche Auswirkungen auf das Skelett und die wichtigsten Muskeln zur Bewegung. Fehlstellungen können angeboren sein (z.B. O- oder X-Beine) – oder Folgen eines Unfalls.

PROTHESE : Werden die Schmerzen zu groß, ist die Beweglichkeit eingeschränkt oder ist der Abbau des Knorpels auf dem Röntgenbild sichtbar, kann der Arzt auf Implantate zurückgreifen. Entweder wird eine Teilprothese eingesetzt. Sie ersetzt nur die beschädigten Flächen auf dem Knochen. Oder der Chirurg implantiert eine Totalendoprothese, ein komplettes Gelenk.

HALTBARKEIT : Die Knieprothetik ist eine der größten Fortschritte der Medizin. Früher drohte bei Arthrose die Invalidität – der Mensch ging an Krücken oder war auf den Rollstuhl angewiesen. Allerdings müssen die künstlichen Gelenke nach zwölf bis 15 Jahren ausgetauscht werden. Selten kommt es vor, dass sich eine Prothese vorzeitig lockert. Risiken des Eingriffs liegen in Infektionen oder Blutgerinseln am Implantat.

REHABILITATION : Schon am ersten Tag nach dem Eingriff beginnen die Bewegungsübungen, um den Patienten an die Prothese zu gewöhnen und ihm Vertrauen zu vermitteln. Meist wird die Physiotherapie im Krankenhaus so weit fortgesetzt, dass der Patient wieder Treppen steigen kann. Etwa zwei Wochen nach der Operation verlassen die Patienten das Krankenhaus. Danach wird die Reha ambulant fortgesetzt oder stationär in einer speziellen Klinik.HS

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