Zeitung Heute : Fusion macht arbeitslos

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Betrifft: Die Ministererlaubnis für die Fusion von E.ON und Ruhrgas

Im Falle E.ON-Ruhrgas ist bisher ein Aspekt in der wirtschaftspolitischen Diskussion zu kurz gekommen! Die Monopolkommission weist in Ziffer 206 und folgende ihres Sondergutachtens darauf hin, dass „E.ON und Ruhrgas (...) bei Fusionen und Übernahmen in der Vergangenheit regelmäßig Arbeitsplätze abgebaut“ haben. Mangels eines konkreten Nachweises zweifelt sie die These an, dass die Fusion Arbeitsplätze sichere beziehungsweise schaffe.

Angesichts der generell schlechten Erfahrungen mit Fusionen im Hinblick auf den nach einigen Monaten, sprich nach den Bundestagswahlen am 22. September, in der Regel erfolgreichen Arbeitsplatzabbau wird die Bundesregierung Schwierigkeiten haben, ihren durch die Fusion arbeitslos gewordenen Wählern eine Ministererlaubnis zu erklären. Die parlamentarische Opposition kann sich über eine solche Entscheidung nur freuen.

Prof. Dr. Ingo Schmidt, Berlin

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