Zeitung Heute : „Fußball ist sein Geld wert“

Der Tagesspiegel

Mit Sportrechten und Kirch beschäftigte sich am Montag auch die Auftaktveranstaltung des Medien Dialog Berlin. Mit den Gästen diskutierten Hertha-Manager Dieter Hoeneß und Bernd Schiphorst, Präsident von Hertha BSC und Medienbeauftragter von Berlin-Brandenburg. Fazit: Die Stimmung bei den Fußball-Vereinen wird angesichts der unsicheren Finanzlage der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) gespannt bleiben. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. „Der Insolvenzverwalter der Kirch Media, Michael Jaffé, richtet sich auf einen Zeitraum von zehn Jahren ein, bis die Insolvenz abgewickelt ist“, sagte Schiphorst. Zwar geben sich die Klubs zuversichtlich, aber sollte die nächste Rate von 100 Millionen Euro von Kirch-Media für die Fußball-TV-Rechte (fällig am 15. Mai) ausbleiben, sieht es schlecht aus. „Das Geld brauchen wir, es ist fest eingeplant“, sagte Hoeneß. Es gäbe allerdings Signale aus dem neuen Management von Kirch-Media, dass das Geld pünktlich überwiesen werde.

Trotzdem habe man Verhandlungen mit anderen Partnern über die TV-Rechte aufgenommen. Denn wenn Kirch nicht zahlen kann, fallen die Rechte an die DFL zurück. Dass die Rechte zu teuer wären, wies Hoeneß zurück. „Fußball ist sein Geld wert. Wir werden in den nächsten Verhandlungen zwar nicht teurer werden, aber auch nicht billiger.“ Man könne sogar im Vergleich zu anderen europäischen Ligen zulegen. „Die Preise in Italien, Spanien und Großbritannien sind teurer als in Deutschland.“ Dieter Hoeneß ist sich sicher: „Wir haben in der Vergangenheit alle Probleme in den Griff bekommen. Das werden wir auch dieses Mal so machen.“ sdr

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