Zeitung Heute : G 7 helfen Japans Währung – Akw weiter außer Kontrolle

Tokio/Berlin - Die führenden sieben Industriestaaten (G 7) haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt, um Japan zu helfen, den Höhenflug des Yen zu stoppen. Die japanische Währung war zuvor gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen, obwohl die Wirtschaft des Landes am Boden liegt. Der Yen-Rekord verteuert die Produkte in wichtigen Märkten und setzt Japans Exportwirtschaft noch mehr unter Druck. Die großen Autohersteller, allen voran Toyota, müssen ihre Fabriken aufgrund der Schäden und Stromausfälle derweil weiter geschlossen halten.

Die Atomkrise in Fukushima Dai-ichi bietet nach Einschätzung des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan weiterhin keinen Grund zum Optimismus. Zwar gelang es dem japanischen Militär, die besonders gefährlichen Brennelementebecken der Reaktoren 3 und 4, bei denen es keine Kühlung mehr gibt, mit Wasserwerfern wieder teilweise zu befüllen. Doch noch immer liegen die Brennelemente dort unter freiem Himmel frei und geben viel Strahlung ab.

Beim Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami vor einer Woche sind nach neuesten Angaben mindestens 6911 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 10 000 Menschen werden weiter vermisst. Und bei Temperaturen unter Null Grad und Schneefällen sind die Chancen, noch Lebende unter den Trümmern zu finden, nahe null. In den Notunterkünften leiden die Menschen unter der Enge, der Kälte und zu wenig Nahrung. dpa/Tsp

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