Zeitung Heute : G-8-Gipfel stellt Teheran im Atomstreit ein Ultimatum

L’Aquila - Im Atomstreit mit dem Iran haben die sieben führenden Industrienationen und Russland (G 8) Teheran eine Frist bis September gesetzt. Die Staats- und Regierungschefs der G 8 wollten dem Iran die Chance zu Verhandlungen geben, sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy im italienischen L’Aquila. Die G-8-Staats- und Regierungschefs verurteilten zudem Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest.

Wenn es mit einer Verhandlungslösung für den Iran klappe, sei das wunderbar, sagte Sarkozy. Wenn dies nirgendwohin führe, „wird das nicht ohne Konsequenzen bleiben“. Teheran müsse sich „zwischen August und September“ entscheiden. „Pittsburgh, das ist der Termin“, fügte er hinzu. Damit spielte Sarkozy auf den Termin des nächsten G-20-Gipfel an, der im September in Pittsburgh in den USA stattfinden soll. Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats der USA betonten, die Gipfelteilnehmer hätten Geschlossenheit demonstriert. Vor allem Russland hatte bisher gezögert, Druck auf den Iran auszuüben. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad wies das Ultimatum am Abend zurück.

Unterdessen ging die Polizei in Teheran am Donnerstag mit Tränengas gegen hunderte Demonstranten vor, die der Studentenproteste von 1999 gedachten. AFP

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