Zeitung Heute : Galicien: Tipps für die Reise

Anreise: Flüge nach Santiago de Compostela nonstop leider nur ab Düsseldorf mit Lufthansa City Line als Charter über Ibero Tours ab 545 Mark; jeweils sonntags. Umsteigeverbindungen von vielen deutschen Flughäfen über Madrid oder Barcelona mit Lufthansa und Iberia ab 620 beziehungsweise 580 Mark.

Im Land: Das Netz des galicischen Busverkehrs ist sehr verästelt; allerdings lassen sich die Rías am besten mit einem Leihwagen erkunden.

Unterkunft: Zu den beliebten staatlichen Paradores bietet der Turismo rural eine ernst zu nehmende Alternative. In der Regel handelt es sich dabei um stimmungsvolle und erschwingliche Unterkünfte auf dem Lande, nicht selten in Pazos, rustikalen und komfortablen Steinhäusern. Oft gehören Terrasse, Grillplatz und Garten zur Anlage.

Buchung über Turgalicia, Carretera de Santiago-Noia km 3, 15896 Santiago de Compostela; Telefon: 00 34 / 981 / 54 25 30, Fax: 00 34 / 981 / 53 75 88, E-Mail-Adresse: turgalicia@mail.xunta.es

Besonders zu empfehlen sind unter anderem die Häuser O Casal in Tenorio nahe Pontevedra (Rías Bajas) und Cordobelas nahe Cedeira (Rías Altas).

Essen und Trinken: Frischer Fisch und Meeresfrüchte in reicher Auswahl sind sowohl an den Rías Bajas als auch an den Rías Altas überall zu haben. Einen Überblick kann man sich beim Hafenbesuch am Nachmittag oder Abend verschaffen, wenn die Fischer ihre Fänge anlanden.

Zu den Gerichten wird gerne Albariño getrunken, ein junger Weißwein, der dem Riesling ähnelt. Natürlich gibt es Diskussionen um den Ursprung der Rebsorte und darüber, ob sie ein Mönch aus dem deutschsprachigen Raum nach Spanien eingeführt hat oder - umgekehrt - ein Spanier damit in nördliche Regionen gezogen ist. Wie auch immer, zu den kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Meer ist der frisch prickelnde Rebensaft die perfekte Ergänzung.

In Puerto de Espasante an der Ría de Santa María de Ortigueira (Rías Altas) bieten Planeta und Orillamar Fischgenuss mit Blick auf das Meer. In beiden Restaurants wird das Essen auf hübschen Tellern der galicischen Keramikfirma Sargadelos serviert.

In Finisterre (Costa de la Muerte) bietet die Pension Casa Velay Hausgemachtes zu moderaten Preisen und in San Vincente do Mar auf der Halbinsel O Grove (Rías Bajas) Casa Dora leckere Tapas, darunter mit Paprikapulver scharf gewürzter Krake.

La Guardia, hart an der Grenze zu Portugal auf dem Monte de Santa Tecla gelegen, gilt wegen seiner spektakulären Aussicht auf die Mündung des Río Miño als Tipp. Bei der Anfahrt kann man einen Blick auf das keltische Wehrdorf am Hang werfen. Im Restaurant schmeckt Rodaballo (Steinbutt) besonders gut. Die Bestellung überteuerter Beilagen oder Nachspeisen ist dagegen nicht zu empfehlen. Die nordspanische Spezialität "Schweinsohren in scharfer Sauce" ist gleichfalls nicht jedermanns Sache.

Auskunft: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 180, 10707 Berlin; Telefonnummer: 030 / 882 65 43, Telefaxnummer: 030 / 882 66 61. Im Internet unter der Adresse: www.tourespain.es

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