Zeitung Heute : GANGSTERFILM

RocknRolla

Martin Schwickert D
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Mit „RocknRolla“ begibt sich Guy Ritchie wieder dorthin, wo er sich am wohlsten fühlt: in die Londoner Unterwelt. War es in „Bube, Dame, König, Gras“ eine Ladung Dope, in „Snatch“ ein Diamant, sind es nun sieben Millionen und ein Gemälde, um die sich rivalisierende Verbrecherkollektive zanken. Natürlich ist Habgier die treibende Kraft der Geschichte, in der sich ein Pate, ein russischer Bau-Milliardär, eine Bande Kleinganoven und eine zünftige Femme Fatale gegenseitig die Beute abjagen. Mag sein, dass Ritchie nur diese eine Sorte Film machen kann. Aber die macht er gut. In den scheinbar hingeworfenen Dialogen mischen sich Nonsens, Coolness und Verbalakrobatik. Und die Sexszene, die den Liebesakt auf drei schnell geschnittene Sekunden herunter bricht, wird als kompakteste Beischlafsequenz in die Filmgeschichte eingehen. Witzig und dynamisch. Martin Schwickert

„RocknRolla“, GB 2008, 114 Min., R: Guy Ritchie, D: Gerard Butler, Tom Wilkinson, Thandie Newton

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