Zeitung Heute : Ganz Afrika an einer Straße

Das Südliche Afrika schafft sich nach dem Vorbild des US-Highways "Route 66" eine eigene Tourismus-Trasse. "Internationale Touristen, die es nach dem Wesen des modernen Afrika dürstet, können nun ganz Afrika an einer Straße erleben", sagte Südafrikas Tourismusminister Valli Moosa in Johannesburg bei der Eröffnung des ersten Teilstücks. Der so genannte Trans Africa Highway (TAH) ist Teil des Projektes "Coast 2 Coast" (C 2 C), an dem Südafrika, Swasiland, Botsuana, Mosambik und Namibia beteiligt sind.

Die Route wird an der namibischen Hafenstadt Swakopmund am Atlantik beginnen und über die Hauptstadt Windhuk nach Botswana führen. Dort geht es südlich der Rinderzüchter-Stadt Ghasi auf dem Trans Kalahari Highway weiter über die Diamanten-Mine Jwaneng und Kanye nach Lobatse oder wahlweise in die Hauptstadt Gaborone. Bei dem Ort Zeerust geht es weiter nach Südafrika, wo die Strecke entlang dem Großraum Pretoria/Johannesburg über Forellenzüchter-Orte wie Dullstroom oder Belfast nach Nelspruit geht. Von dort gibt es erneut zwei Varianten: eine Fahrt durch den Krüger-Park oder durch das Gebirgs-Königreich Swasiland ins benachbarte Mosambik.

"Weltweit gibt es kein einziges Tourismusprojekt, das durch die Regierungen von fünf Ländern angestoßen und entwickelt wurde", sagte Moosa. Die Trasse wird durchgehend geteert sein. Eine Reihe von Tourismus-Attraktionen, Lodges, kulturelle Einrichtungen, Städte und Dörfer liegen innerhalb eines 150 Kilometer breiten, durch weitere Straßen erschlossenen Korridors beidseits des TAH, so der Minister. Die Organisatoren erhoffen sich durch das C 2 C-Projekt eine Zunahme der durchschnittlichen Summe, die Urlauber in den Ländern ausgeben, sowie eine saisonal unabhängige Steigerung der Touristenzahlen.

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