Zeitung Heute : Ganz schön forsch

Der Tagesspiegel

Mit diesem Wettbewerb hat schon so manche Karriere begonnen: „Jugend forscht“, Deutschlands größter und ältester naturwissenschaftlicher Wettstreit. Am Mittwoch ging „Jufo 2002“ in die letzte Runde: Die fast 200 Teilnehmer trafen sich zum Halbfinale, und Schulstaatssekretär Thomas Härtel ließ sich als Vertreter der Schulverwaltung beim Sponsor des Regionalwettbewerbes Nord, den BMW-Motorradwerken in Spandau, blicken. Dort hatten 100 Kinder und Jugendliche 55 Arbeiten ausgestellt; bei der Bewag, dem Förderer des Süd-Regionalwettbewerbs, stellten sich gestern 80 Teilnehmer mit 35 Projekten der Jury.

Wie jedes Jahr lassen die Arbeiten der Kleinen die Großen lächeln – und staunen. „Lichtscheues Gesindel“ – unter diesem Motto erforschte die 7. Klasse von Lehrer und Wettbewerbsleiter Joachim Kranz, Humboldt-Gymnasium, die Lebenswelt der Kellerassel. Ein Ergebnis: Die Viecher hassen blaues Licht, ein pragmatischer Hinweis für alle Hausbesitzer. Ebenfalls beim Landesausscheid von „Jugend forscht“ am 10. April beim langjährigen Sponsor Siemens dabei: Gesine Gunkel. Die Schülerin aus dem Chemie-Leistungskurs vom Georg-Herwegh-Gymnasium hat biologisch abbaubaren Weinsäurekunstkunststoff entwickelt – gute Nachrichten für Gartenfreunde. Solche Blumentöpfe kann man in die Erde buddeln, sie verrotten von selbst. Die erfolgreichen Jungforscher der einzelnen Länder zwischen 10 und 21 Jahren treffen sich dann vom 23. bis 26. Mai zum Bundeswettbewerb in Darmstadt. Deutschlandweit nehmen rund 7200 Kinder und Jugendliche teil, ein Zuwachs von sieben Prozent. Nur in Ballungsräumen, wo vieles andere lockt, sind die Zahlen leicht rückläufig, sagte die Hamburger „Jugend forscht“-Bundesgeschäftsführerin Uta Krautkrämer.

Noch ein Tipp für junge Berliner: Am 11. März lädt das Arbeitsamt Spandau über 40 Unternehmen und Organisationen zum „Tag der Berufsausbildung“ von 10 bis 16 Uhr aufs BMW-Gelände Am Juliusturm 14-38. Zu den 2700 Beschäftigten des Werks gehören auch 74 Auszubildende, sagte Pressesprecher Dietmar Krohm. Zumeist angehende Industriemechaniker – mehr Frauen seien übrigens gern gesehen. kög

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