Zeitung Heute : Gefördert und gefordert

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, Staats und Parteichef, der den Kommunismus und die Kommandowirtschaft reformieren wollte, hat maßgeblichen Anteil an Aufsteigern wie Chodorkowski. Auf seine Initiative hin gründeten sich landesweit „Kreativitätszentren der Jugend“, in denen Funktionäre des Kommunistischen Jugendverbands die Regeln der Marktwirtschaft lernen konnten. Das hat Chodorkowski getan.

DER GEGNER

Wladimir Putin hat für die superreichen Oligarchen nichts übrig. Obwohl vor allem Multimilliardär Boris Beresowski – die graue Eminenz der Jelzin-Ära – sich 1999 für seine Ernennung zum Premier ins Zeug legte. Oligarchen, sagte Putin, kaum an der Macht, sollten sich gefälligst aus der Politik zurückziehen.

DER VATER

Für Boris Chodorkowski ist Sohn Michail noch immer der Mischa – wie in Kindertagen. Chodorkowski senior glaubt, auch am Montag werde noch kein Urteil verkündet, der Kreml setze alles daran, mit einer Verzögerungstaktik das Interesse der Öffentlichkeit an dem Fall zu minimieren. Es sei wie im Märchen vom Schäfer und dem Wolf: Zweimal war das Dorf auf den Beinen, weil der Schäfer um Hilfe gegen den Wolf gerufen hatte. Aus Spaß. Als der Wolf beim dritten Mal die Herde wirklich angriff, nahm den Schäfer keiner mehr ernst. Tsp

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