Zeitung Heute : Geht doch

Was das Kyoto-Protokoll bringt

-

Noch bevor das KyotoProtokoll in Kraft getreten ist, haben die internationalen Finanzinstitutionen in Entwicklungsländern Energiesparprojekte und den Ausbau von erneuerbaren Energien gefördert. Allein die Globale Umweltfaszilität (GEF) hat von 1991 bis 1999 rund 884 Millionen US-Dollar für 227 Klimaprojekte in Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt. Das Kyoto-Protokoll sieht drei „flexible Mechanismen“ vor, um die Klimaziele zu erreichen:

Der Saubere-Entwicklungs-Mechanismus (Clean Development Mechanism) ermöglicht es Industriestaaten, in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu investieren und die so vermiedenen Treibhausgas-Emissionen auf ihren Klimabilanzen gutzuschreiben. Bevorzugt werden Investitionen in die Energieeffizienz oder zum Ausbau erneuerbarer Energien, da diese einen dauerhaften Klimanutzen haben. Die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert beispielsweise die Erweiterung eines Erdwärmekraftwerks in Kenia mit.

Die gemeinsame Umsetzung (Joint Implementation) in Osteuropa folgt einem ähnlichen Prinzip. Diese soll vor allem Effizienzinvestitionen in Transformationsländern wie Russland anregen. Ein Beispiel dafür ist die von der deutschen Ruhrgas und der russischen Gazprom finanzierte Sanierung von Erdgasleitungen. So kann verhindert werden, dass weiterhin große Mengen Methan in die Atmosphäre entweichen und dort zur Klimaerwärmung beitragen.

Der Emissionshandel, der 2005 in der Europäischen Union eingeführt wird, soll es Unternehmen ermöglichen, möglichst preiswert ihre Klimaverpflichtungen zu erfüllen. Unternehmen, die ihre Verschmutzungsrechte nicht verbrauchen, weil sie ihre Energieeffizienz gesteigert haben, können diese Rechte an Unternehmen verkaufen, die weniger erfolgreich waren. deh

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar