Zeitung Heute : Geistig joggen

Der Tagesspiegel

„Geistiges Joggen trägt ganz sicher dazu bei, den Abbau unserer intellektuellen Fähigkeiten einzudämmen“, sagt der Berliner Gedächtnisforscher Randolf Menzel. Man kann sich das Hirn durchaus als Muskel vorstellen, der durch Gebrauch trainiert und fit gehalten wird und bei Nicht-Gebrauch abbaut. Schon während eines kurzen Urlaubs sinkt der Intelligenzquotient (IQ) kurzfristig - es sei denn, man beschäftigt sich geistig.

Stresshormone scheinen insbesondere für Nervenzellen des Hippocampus schädlich zu sein. Diese Hirnstruktur ist entscheidend für die Gedächtnisbildung. Deshalb kann auch Stressvermeidung dazu beitragen, länger geistig fit und beweglich zu bleiben.

Auch Menschen mit hoher Bildung sind nicht gegen Alterungsprozesse geschützt: Wie die Berliner Altersstudie zeigt, kommt es auch bei ihnen zu einem ähnlichen Abbau wie bei Menschen von geringerem Bildungsgrad. Daraus ergibt sich aber auch: Wer höher startet, kann auch etwas mehr Abbau verkraften. bas

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