Zeitung Heute : Generation „Slobby“

Auch wirtschaftlich vernünftig: Auszeiten für die Mitarbeiter

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In den USA – wie immer den Deutschen um einige Schritte voraus – hat sich ein neues Managementverständnis entwickelt. Die Slobbies, das Kürzel für „Slowly, but better working people“, zu Deutsch „langsam, aber besser arbeitende Menschen“, haben die Abkehr vom Tempowahn eingeläutet. Nur wer seinen Kräftehaushalt im Griff hat, ist auch beruflich erfolgreich. Das hat auch das Hamburger Zukunftsbüro „prophezeit“. Neue Strategien von Stressbewältigung seien im Kommen, schreibt Corinna Mühlhaupt in ihrer Studie „Megamarkt Gesundheit“. AntiStress-Massagen im Büro wurden von den Arbeitgebern zwar aus Kostengründen zurückgefahren. Grundsätzlich aber gilt: Die Zeiten des „schneller, höher, weiter“ sind vorbei. Die Samwer-Brüder Alexander, Oliver und Marc, die im Jahr 2000 ihr jamba.de-Portal für mobiles Internet, Klingeltöne und Infodienste gründeten, haben ihren 120 Mitarbeitern deshalb Auszeiten verordnet: „In den Monaten der Gründung haben wir oft Tag und Nacht gearbeitet. Heute legen wir großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter auch Zeit finden, Freunde zu besuchen und ihren Hobbys nachzugehen.“ Der Hintergrund ist auch Fürsorgeverantwortung. Alexander Samwer: „Gerade bei Mitarbeitern der computerintensiven Berufe ist ein Ausgleich extrem wichtig.“ kaw

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