Zeitung Heute : Genscher wirbt für Uni Halle

Der Tagesspiegel

Die Universität Halle-Wittenberg hat viele Freunde. Das konnte man beim Jubiläumsempfang für die seit 500 Jahren bestehende Hochschule in der Dresdner Bank am Pariser Platz beobachten. An der Spitze der Außenminister der Wiedervereinigung, Hans Dietrich Genscher. Er setzt wie viele erfahrene Politiker und Manager nach dem Zusammenbruch der Wirtschaft im Osten auf die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. Da Genscher in Halle geboren ist, propagiert er auch die Erfolge der dortigen Universität auf diesem Feld. Heute ist die Universität Halle-Wittenberg der größte Arbeitgeber in der einstigen Industriestadt. Neue Studiengänge in Bioinformatik oder in biomedizinischen Materialien bereiten auf die Bereiche vor, die für die Wirtschaft interessant sind.

Immerhin ist die Uni Halle so attraktiv, dass sie inzwischen 14 500 Studenten anzieht und dennoch nicht über einen Massenbetrieb klagen kann. Die Universität Halle-Wittenberg wurde am 18. Oktober 1502 gegründet, seit 1933 ist sie unter dem Namen Martin-Luther-Universität mit Halle vereinigt. Während Wittenberg eine sächsische Gründung ist und so prominente Persönlichkeiten wie Martin Luther und Philipp Melanchthon zu ihren Lehrenden zählte, ist die Universität Halle eine preußische Gründung. Die Universität Halle konnte im Jahr 1994 ihr 300-jähriges Jubiläum feiern.

Im Jubiläumsjahr, das bis zum 31. Oktober dauert, findet im April die erste Festwoche in Halle statt und im Oktober die abschließende Festwoche in Wittenberg. Im Mittelpunkt steht eine große Ausstellung in Halle, die am 23. April eröffnet wird. U.S.

Nähere Informationen: konzept+form, Stefan Schwendtner, Telefon: 0345/68 671 92

organisationsbü ro@500jahre.uni-halle.de

Internet: www.500jahre.uni-halle.de

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