Zeitung Heute : Georgia Tornow glaubt an das Wirtschaftsmagazin: "Ich mache hundertprozentig weiter"

Ulrike Simon

Aberglaube hin oder her, "Econy" scheint unter keinem guten Stern geboren zu sein. Am 24. Mai erscheint die letzte Ausgabe. Wieder einmal. Vielleicht wird es aber auch nicht die letzte sein. Georgio Tornow, die vom Mainzer VFW-Verlag schriftlich und ohne Vorankündigung von der Einstellung des Magazins unterrichtet wurde, fühlt sich zwar immer noch "völlig platt". Zumal sie noch Anfang Mai mit dem Verlag bei Agenturen über eine neue Kampagne sprach und ihr gut gefüllte Marketingkassen versprochen wurden. Kurz darauf erhielt der Verlag die Vertriebszahlen - und entschied sich für das Aus. Dem Tagesspiegel sagte sie gestern jedoch: "Ich werde hundertprozentig auf dem Feld der Neuen Wirtschaft weitermachen". Allerdings sei sie finanziell nicht in der Situation, Kontinuität zu gewährleisten. Auch Gabriele Fischer, die "Econy" einst beim Manager Magazin-Verlag entwickelte, entschloss sich nach der (ersten) Einstellung von "Econy", das Blatt allein zu stemmen. Beim Mainzer VFW-Verlag fand sie dann Unterstützung, zerstritt sich jedoch. Wie damals Fischer hat auch Tornow ihre eigene Firma gegründet. VFW und Tornows Brainstream GmbH hatten für "Econy" einen Werkvertrag vereinbart. Brainstream wird nach Kündigung des ursprünglich auf drei Jahre angelegten Vertrages bestehen bleiben, versichert Tornow. Ob sie von den Mainzern die Titelrechte und die Kartei mit den 5400 Abonnenten kaufen wird, weiß sie noch nicht. Erst einmal will sie sich von ihren Lesern wenigstens online verabschieden und dafür den Auftritt von econy.de nutzen.

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