Zeitung Heute : Gericht verhandelt Millionenbetrug

Der Tagesspiegel

Hunderte von Kapitalanlegern aus Berlin und vor allem aus den neuen Bundesländern sollen von einer Firma um ihr Geld betrogen worden sein. Am Freitag beginnt vor einer Wirtschaftsstrafkammer des Berliner Landgerichts das Strafverfahren gegen ein Ehepaar im Alter von jeweils 48 Jahren und eine 33-jährige Frau als die mutmaßlich Hauptverantwortlichen der Millionenpleite.

Auf der Anklagebank werden drei Gesellschafter der „Berliner Finanz-Service-Beratungsgesellschaft Blaesing, Neider & Co. OHG“ (FSBG) erwartet. Die 1991 gegründete Firma für Finanzgeschäfte mit Sitz in der Weitlingstraße soll 581 Kapitalgeber um insgesamt rund fünf Millionen Euro geprellt haben. Eine Anlegerin soll allein etwa 40 000 Euro eingebüßt haben.

Nach Angaben von Justizsprecher Sascha Daue wurden die Geldgeber mit Zinsen von bis zu 9,9 Prozent pro Jahr gelockt. Das Unternehmen mit etwa 40 Mitarbeitern habe den Interessenten angekündigt, in Immobilien in den Neuen Ländern zu investieren. Den Ermittlungen zufolge hat die FSBG keine Rücklagen zur Absicherung der Einnahmen gehabt. Die Firma habe in den Jahren 1992 bis 1998 rund neun Millionen Euro Verluste gemacht, so Daue. dpa

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