Zeitung Heute : Geschichtsfälschung

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Betrifft: „Grüne zeigen Möllemann an - Parteichefin Roth spricht von Volksverhetzung“ im Tagesspiegel vom 18. Mai 2002

Wer Begriffe verwendet wie „zionistische Lobby" (Jamal Karsli) oder Zitate bringt wie „Wer andere Länder besetzt, soll sich nicht wundern, wenn die sich wehren" (Möllemann) und „Viele ducken sich weg vor der schmerzhaften Erkenntnis, dass ausgerechnet ein israelischer Regierungschef das Völkerrecht bricht, Menschenrechte verletzt und Staatsterrorismus betreibt." (Möllemann) und mehr noch das Vorgehen der israelischen Regierung mit „Nazimethoden" vergleicht, hat im ersten Zitat in der Tat eine „Anleihe aus dem NS-Organ ,Der Stürmer’“ getätigt.

Die Einschätzung gegenwärtiger israelischer Politik und der Vergleich mit der NS-Zeit ist schlicht Geschichtsverfälschung. Offensichtlich holen sich Herr Karsli und auch Herr Möllemann ihre Informationen aus arabischen fundamentalistischen Medien. Es ist eine Tatsache, dass es keines Ausländers bedarf, um fremdenfeindlich zu sein und auch keines Juden, um antisemitisch zu sein. Jürgen W. Möllemann „macht Michel Friedman für Antisemitismus in Deutschland mitverantwortlich". Ich halte diese Feststellung Herrn Möllemanns für völligen Unsinn und Volksverblödung. Wenn Herr Möllemann solche Aussagen tätigt, sagt er allerdings mehr über sich selbst aus, als Ursachenforschung für Antisemitismus zu betreiben. Und da sollten jetzt eigentlich viele Arlarmglocken läuten.

Margot Winkler, Berlin-Charlottenburg

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