Zeitung Heute : Geschichtsvergessen!

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Betrifft: „Nach der PDS nun die Grünen: Aufruf zu Demo gegen Bush“ vom 16. Mai 2002

Es ist wirklich traurig, wenn die deutsche Hauptstadt nach den unnötigen Krawallen zum 1. Mai jetzt auch wegen einer (zum Teil offiziellen!) antiamerikanischen Stimmungsmache international bekannt wird. Soll das das Signal sein, welches von dem wiedervereinigten Deutschland ausgeht? Haben die „linken" Parteien die Geschichte Berlins so schnell vergessen?

Das berühmte Argument „wir demonstrieren nicht gegen das amerikanische Volk, sondern gegen die Außenpolitik von Bush", ist eine billige Ausrede, schon angesichts der Tatsache, dass - nach den Umfragen - ca. 90 Prozent der Amerikaner hinter ihrem Präsidenten stehen; unabhängig davon, ob sie ihn gewählt haben oder nicht, ob sie sein Gesicht mögen oder nicht, haben sie ganz einfach begriffen (und erlebt!), dass sich ihr Land im Krieg gegen den Terrorismus befindet und dass es der falsche Zeitpunkt für Kritik und demonstrative Kundgebungen gegen den eigenen Präsidenten ist. Oder glauben manche „Volksdemokraten" etwa, dass Amerika eine Diktatur ist und sie müssten das Volk vor seinem Präsidenten schützen?

Panos Alevizakis, Berlin-Reinickendorf

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