Zeitung Heute : Geständnis im Mord von Calau

Der Tagesspiegel

Cottbus. Im Prozess um den Mord in Calau hat die 43- jährige Angeklagte die Tat gestanden. Sie habe ihren auf der Couch schlafenden gleichaltrigen Lebensgefährten in seiner Wohnung mit dem Messer getötet, sagte die Russlanddeutsche am Montag zum Prozessauftakt in Cottbus. Vor der Tat hätten sie sich betrunken und gestritten. Der Mann habe sie in der Vergangenheit mehrmals mit dem Tod bedroht, weil sie sich von ihm trennen wollte. Laut Anklage tötete die Frau den Schlafenden mit zehn Stichen in Hals und Brust. Zuvor hatte die Angeklagte ihr zerrüttetes Leben geschildert, in dem Prügel, Demütigungen und Alkoholsucht eine Rolle spielen, auch nachdem sie 1997 aus Sibirien nach Deutschland zog. Den ebenfalls abhängigen und jetzt toten Lebensgefährten habe sie 1998 in Calau getroffen. „Ich hatte nicht die Absicht, ihn umzubringen. Ich wollte nur etwas mit ihm trinken“, sagte die Frau zur Tat vom 1. Juni 2001. Mehrere Male habe sie versucht, mit ihm Schluss zu machen, woraufhin er gewalttätig geworden sei. dpa

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