Zeitung Heute : Gestapo-Chef – kein neues Grab

Berlin – Der Senat sieht nach Auskunft von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) keine Möglichkeit, das Problem des auf dem Jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße begrabenen Gestapo-Chefs Heinrich Müller zu lösen. In Abstimmung mit jüdischen Vertretern sei vor Jahren vereinbart worden, die Massengräber auf dem Friedhof nicht im Einzelnen zu beschildern. Die Überreste einzelner Personen wären durch Grabungen nicht mehr zu identifizieren, sagte Müller. Die Auflösung der Gräber, in denen sowohl Nazis als auch deren Opfer liegen, widerspräche jüdischem Recht. Beim Verfassungsschutz hieß es, es gebe keine Erkenntnisse, dass Neonazis zu dem Friedhof pilgern werden. obs

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