Zeitung Heute : Gesunde Retro-Wurzel

Pastinaken erleben eine Renaissance

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Pastinaken schmecken süßlicher und zugleich würziger als Möhren. Foto: dpa

Wer im Winter Gemüse der Saison bevorzugt, muss sich nicht mit Kohl und Kartoffeln begnügen. Das alte Wurzelgemüse Pastinake erlebt eine Renaissance und bereichert heute wieder die Speisepläne. Bis zur Ausbreitung der Kartoffel war die Pastinake, die in ihrer Form der Möhre und in der Farbe dem Sellerie ähnelt, in Europa weit verbreitet. Doch dann geriet sie in Vergessenheit. Heute erfreut sie sich vor allem im ökologischen Landbau und bei Hobbygärtnern großer Beliebtheit, so der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG). Denn sie ist sehr robust, widerstandsfähig und gesund. Das delikate Wintergemüse enthält unter anderem Vitamin C, aber auch Folsäure, Eisen, Kalium und Kalzium. Sie schmeckt süßlicher und zugleich würziger als Möhren. Man kann sie, gemischt mit Äpfeln und Möhren, als klein geraspelte Rohkost genießen oder auch im Ofen backen und mit Frischkäse und Sesamkörnchen garnieren.

Die Pastinake, botanisch Pastinaca sativa, liebt tiefgründige, humusreiche Böden und wird von März bis Juni locker in Reihen ausgesät. Bis zur Ernte vergehen fünf bis acht Monate. Die Wurzeln sind frosthart, und je länger sie im Boden bleiben, desto aromatischer werden sie. Allerdings sollten sie im Laufe des Februars geerntet werden, denn mit steigenden Temperaturen entwickeln die Pflanzen Blütenanlagen, und die Qualität der Frucht leidet darunter. dpa/Tsp

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