Zeitung Heute : GEW fordert mehr unbefristete Stellen für den Mittelbau

Der Tagesspiegel

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgefordert, vor allem in der drittmittelfinanzierten Forschung vermehrt unbefristete Arbeitsverhältnisse abzuschließen. Wenn sich hochqualifizierte Wissenschaftler noch im Alter jenseits der 40 von Fristvertrag zu Fristvertrag hangeln müssten, bringe das nicht nur ständige Unsicherheit und soziale Probleme, es beeinträchtige auch die Kontinuität und Qualität wissenschaftlicher Arbeit. Nach der neuen Befristungsdauer im Hochschulgesetz dürfen Forscher auf befristeten Stellen höchstens zwölf Jahre (ohne Promotion sechs Jahre) an Hochschulen und Forschungsinstituten beschäftigt sein.

In den letzten Wochen hat dies zur Verunsicherung unter wissenschaftlichen Mitarbeitern geführt. Sie befürchten, nach zwölf Jahren keine Perspektive mehr im Wissenschaftsbereich zu haben. Zwar bietet das Arbeitsrecht grundsätzlich die Möglichkeit, wissenschaftliches Personal auch nach Ablauf der zwölf Jahre noch befristet zu beschäftigen. Doch wird erwartet, dass die Forschungseinrichtungen sehr zurückhaltend mit dieser Möglichkeit umgehen werden, da sie befürchten, die Mitarbeiter könnten sich auf eine unbefristete Stelle einklagen. Die GEW forderte die Hochschulen und Institute dazu auf, mit der neuen Rechtslage souverän umzugehen. akü

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