Zeitung Heute : GEWALT IN TIBET

Es begann mit einem Protestmarsch und endete in blutiger Gewalt – wie die Situation in Tibet eskalierte:

10. März. Am vergangenen Montag, dem 49. Jahrestag des tibetischen Aufstands gegen China, brechen rund 100 Exil-Tibeter zu einem Protestmarsch auf. Vom indischen Dharamsala aus, dem Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung, machen sie sich auf den Weg in ihre Heimat. Bei Demonstrationen in Tibets Hauptstadt Lhasa werden 300 Mönche auf dem Weg ins Stadtzentrum aufgehalten, etwa 60 festgenommen.

11. März. Mehr als 500 Mönche demonstrieren in Lhasa für die Freilassung der am Vortag Festgenommen. Chinesische Polizisten setzen Tränengas ein.

14. März. Die Situation eskaliert: In Lhasa setzen Tibeter Geschäfte, Polizei- und Feuerwehrwagen in Brand, verprügeln Polizisten und holen die chinesische Flagge ein. Laut Augenzeugenberichten schießt die Polizei in die Menge. Offiziellen Angaben zufolge sterben zehn Menschen, inoffizielle Schätzungen gehen von bis zu 80 Toten aus.

15. März. In Lhasa gehen trotz des massiven Sicherheitsaufgebots wieder Demonstranten auf die Straße. Die Sicherheitskräfte hätten in die Luft geschossen und Tränengas gegen die Mönche eingesetzt, sagen Augenzeugen.

16. März. Die Proteste breiten sich weiter aus. Einige tausend Tibeter, darunter viele Mönche, demonstrieren in der chinesischen Provinz Sichuan. Laut tibetischer Exilregierung werden mindestens sieben Menschen erschossen.

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