GIFTBRIEFE AN OBAMA : Mutmaßlicher Täter bleibt in Haft

Der mutmaßliche Absender der Giftbriefe an US-Präsident Barack Obama und einen Senator bleibt vorerst in Haft. Dies entschied ein Bundesbezirksgericht im Bundesstaat Mississippi. Die Justiz beschuldigt den 45-jährigen Paul Kevin Curtis, das Leben und die Gesundheit des Präsidenten bedroht zu haben. Die Lokalzeitung „The Clarion-Ledger“ berichtete, dass der Verdächtige die Vorwürfe zurückweist. Bei einer Verurteilung drohen Curtis bis zu 15 Jahre Gefängnis. Die Giftbriefe an Obama und an Senator Roger Wicker aus Mississippi waren in Poststellen abgefangen worden, bevor sie in die Nähe der Adressaten gelangen konnten. Der Fund der Kuverts hatte wegen der zeitlichen Nähe zu dem

Anschlag in Boston für Nervosität gesorgt. Nach Angaben des FBI gibt es bisher jedoch keine Hinweise auf eine Verbindung. Curtis’ Exfrau hatte sich laut Justiz vor einigen Jahren an die Polizei gewandt und ihren Mann als „extrem wahnhaft“ bezeichnet. Curtis habe geglaubt, dass die Regierung ihn mit Drohnen ausspioniere. „The Clarion-Ledger“ schrieb, Curtis habe sich im Nordosten Mississippis einen Namen als Imitator von Musikstars gemacht und sei als solcher auch schon bei Senator Wicker aufgetreten. Er sei „ziemlich unterhaltsam“ gewesen, erklärte Wicker.AFP

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