Zeitung Heute : Glück statt Unglück

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Was wird heute anders?

Freitag, der 13.: Diesmal wird es ein Glückstag, zumindest kein Unglückstag. Zumindest für die, die nicht abergläubisch sind. „Es gibt so etwas, wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“, erklärt der Münchner Psychologe Rainer Wallerius. Verhalte sich jemand aus abergläubischer Angst an diesem Tag übervorsichtig, sei die Wahrscheinlichkeit, dass ihm tatsächlich etwas zustoße, gleich größer. Die 13 ist eine besondere Zahl, sie überschreitet das geschlossene Zwölfersystem und ist als Primzahl nur durch eins und sich selbst teilbar. Deshalb wird ihr eine überschreitende Kraft nachgesagt, erklären Volkskundler. Alles Mathematik, meinen die Wissenschaftler und warnen vor Aberglaube. Nicht einmal die Griechen machen sich an diesem für sie bedeutenden Tag Sorgen, dass ihre Olympiaeröffnungsfeier auf einen Freitag, den 13. fällt. Für sie ist dieses Datum kein schlechtes Omen. Unglück droht nach ihrer Überlieferung nur, wenn der 13. auf einen Dienstag fällt. Dies hat historische Gründe. Der Untergang des Byzantinischen Reichs wurde an einem Dienstag besiegelt. „Keine Panik!“, versichert auch der Sprecher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), Bernd Harder. Statistische Unfalluntersuchungen von 1985 bis 1999 des Heidelberger Soziologen Edgar Wunder zu Freitag, dem 13., hätten gezeigt, dass es „keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Freitagen“ gebe. Warum Aberglaube heute wirklich gar nicht mehr angebracht ist, erklärt die Bibel: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen um den Tisch, und der 13. war nicht der Verräter Judas, sondern Jesus (Zwölf Jünger plus eins). Tsp

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