Zeitung Heute : Größter Kunstraub in Europa

Zürich - Vier Gemälde mit einem geschätzten Wert von mehr als 180 Millionen Schweizer Franken (rund 113 Millionen Euro) sind in der Schweiz gestohlen worden. Beim bislang größten Kunstraub in Europa sind am Sonntagnachmittag in Zürich, wie die Polizei erst gestern mitteilte, drei maskierte Männer mit gezogenen Waffen in die Sammlung E. G. Bührle eingedrungen und haben Gemälde von Paul Cézanne, Edgar Degas, Vincent van Gogh und Claude Monet geraubt.

Wegen ihres hohen Bekanntheitsgrads sind die Werke Museumsleiter Lukas Gloor zufolge auf dem freien Markt unverkäuflich. Er schloss eine Lösegeldforderung nicht aus. Nach Polizeiangaben bedrohten die Täter das Museumspersonal mit ihren Waffen und zwangen die Angestellten, sich auf den Boden zu legen. Anschließend seien sie in den Hauptsaal im Erdgeschoss vorgedrungen und hätten die Leinwände von dort aus in ein weißes Auto geladen, mit dem sie schließlich flüchteten. Angesichts der Bewaffnung der Täter sagte Polizeisprecher Mario Cortesi am Montag, mit diesem Kunstraub sei eine „neue Dimension“ erreicht worden.

Bei den gestohlenen Bildern handelte es sich um „Les coquelicots près de Vétheuil“ von Monet (1879), „Comte Lepic et ses filles“ von Degas (1871), „Branche de marronnier en fleurs“ von Van Gogh (1890) und „Le garçon au gilet rouge“ von Cézanne (1888). Wegen ihres hohen Werts kam Polizeisprecher Cortesi zu dem Schluss, dass es sich um den „größten Kunstraub, der jemals in der Schweiz und sogar in Europa begangen wurde“, handelte. Museumsleiter Gloor sagte, die Gemälde seien schlichtweg „die vier Meisterwerke der Sammlung“. AFP

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