Großer Zapfenstreich : Jazz zum Abschied

Der Große Zapfenstreich ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung deutscher Soldaten. Die Ursprünge liegen im 16. Jahrhundert. Damals gaben Truppenführer in Gasthöfen mit einem Streich auf die Zapfen der Getränkefässer den Beginn der Nachtruhe bekannt. Danach durften die Wirte nichts mehr ausschenken. Heute besteht das Zeremoniell aus dem „Locken“ der Spielleute, dem Auftritt des Musikkorps und der berittenen Truppen, einem Gebet sowie der Nationalhymne. Für Horst Köhler geht es um 22 Uhr los: Aufmarsch der Ehrenformation und Yorck’ scher Marsch, intoniert vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr. Danach folgt der Kürteil. Bis zu vier Musikstücke kann sich der zu Ehrende aussuchen. Köhler hat sich für den „Geschwindmarsch aus Quadrillen“ von Johann Strauss (Vater) entschieden und einen Marsch aus der Zeit des „Großen Fritz“. Der Abschluss fällt etwas aus dem Rahmen: Köhler hat sich den „St. Louis Blues“ gewünscht, den Glenn Miller und Louis Armstrong weltweit bekanntgemacht haben. „Ich hasse es, die Abendsonne untergehen zu sehen“ („I hate to see that evenin sun go down“) lautet die Anfangszeile. AFP/dpa

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