Zeitung Heute : Gut, aber nicht sehr gut

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Die 33 Kliniken , die in Berlin künstliche Kniegelenke implantieren und der Kontrolle durch die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) unterliegen, haben überwiegend eine gute Arbeit abgeliefert. Insgesamt 24 Häuser erreichen in allen vier Parametern den Referenzbereich für gute Qualität. Der Durchschnitt aller Berliner Kliniken bei dieser Behandlung liegt allerdings in drei Parametern schlechter als der Bundesdurchschnitt. Auffällig ist das beim Indikator Reparatureingriffe. Hier liegt der Berliner Schnitt mit 2,1 Prozent deutlich über dem Bund (1,4 Prozent) und Hamburg (1,1 Prozent). Nur bei der Wundinfektionsrate liegt Berlin geringfügig besser als der Bundesdurchschnitt. Und im Vergleich zu Hamburg liegen die Berliner nur in der Gehfähigkeit bei Entlassung besser als der Schnitt der 21 am BQS-Verfahren teilnehmenden Krankenhäuser der Hansestadt.

Für folgende Berliner Kliniken können wir keine Qualitätsaussagen machen: Die Charité hat generell keine 2004er BQS-Qualitätsdaten für unseren Klinikvergleich zur Verfügung gestellt. Nur für die Indikation Kniegelenke haben darüber hinaus das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und das St. Gertrauden- Krankenhaus ihre Daten nicht freigegeben.

Ärzteempfehlungen: Die niedergelassenen Mediziner nennen am häufigsten das evangelische Waldkrankenhaus Spandau als empfehlenswerte Klinik für Patienten, die ein neues Kniegelenk benötigen. Am zweithäufigsten werden zwei Vivantes-Häuser empfohlen: das Klinikum im Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Auf dem dritten Platz folgt hier das evangelische Martin Luther Krankenhaus. Die Belegkrankenhäuser wie die Havelklinik oder die Westklinik Dahlem sind dabei allerdings benachteiligt, weil bei ihnen ausschließlich niedergelassene Mediziner operieren und die anderen niedergelassenen Kollegen nicht gern ihre Patienten zur direkten Konkurrenz überwiesen. I.B.

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