Zeitung Heute : Gut vorbereitet ins Ausland

Karolina Kühn

Ob als Austauschstudent nach Barcelona oder als IT-Praktikantin ins Silicon-Valley – viele träumen davon, ein oder zwei Semester in der Ferne zu verbringen. Gute Vorbereitung ist dabei das A und O. „Ein bis anderthalb Jahre sind nötig, um den Aufenthalt vernünftig planen zu können", sagt Claudius Habbich vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD). Der erste Ansprechpartner für Studierende sollte das Akademische Auslandsamt der Heimathochschule sein. Dort kann man sich über Austauschprogramme und Fördermöglichkeiten informieren. Insbesondere wenn der Aufenthalt nicht Teil eines offiziellen Programms ist, sollte man klären, inwieweit die im Ausland erbrachten Leistungen in Deutschland angerechnet werden.

Der nächste Weg könnte zum DAAD führen. Er beantwortet die verschiedensten Fragen rund um Auslandsaufenthalte – vom Versicherungsschutz bis hin zu Fördermöglichkeiten aller Art. Dabei bieten sich zunächst die Austauschprogramme der eigenen Hochschule an. Die Konkurrenz ist je nach Land und Fachbereich verschieden. „Wer sich für ein Vollstipendium einer amerikanischen Universitäten wie Berkeley bewirbt, wird es schwerer haben, als jemand, der etwa nach Peru möchte“, meint Günter Scheper, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Freien Universität Berlin.

Unbürokratisch und verhältnismäßig leicht zu bekommen ist etwa ein Teil-Stipendium im Rahmen des Erasmus-Programms. Auch der DAAD fördert in über 100 Programmen Studierende, Graduierte und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Die Anforderungen sind jedoch relativ hoch. „Bei uns müssen die Bewerber nicht nur gute bis sehr gute Noten vorweisen, sondern ihren Studienaufenthalt auch begründen können“ , sagt Claudius Habbich. Eine weitere Fördermöglichkeit ist das so genannte Auslands-BaföG. Gut zu wissen: Durch die höheren Kosten, die im Ausland entstehen, steigt die Chance auch für Studierende, die im Inland keinen Anspruch auf staatliche Förderung haben.

Nicht nur Studienaufenthalte, auch Praktika können über Austauschorganisationen wie „Iaste“ für Ingenieure oder „Aiesec“ für Wirtschaftswissenschaftler vermittelt werden. Im Rahmen des Carlo-Schmidt-Programms des Auswärtigen Amts finanziert der DAAD Praktika bei internationalen Organisationen. Für selbst organisierte Praktika kann beim DAAD oder über das Programm Leonardo-da-Vinci ein Reisekostenzuschuss beantragt werden.

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