Zeitung Heute : Gute Unis und schöne Landschaften

Der hohe Norden steht hoch im Kurs

Silke Zorn ViolaZech

Astrid Lindgren, na klar, an Astrid Lindgren führt in Schweden kein Weg vorbei. Warum die Schriftstellerin aber gerade in Deutschland so beliebt ist, davon erzählt eine Ausstellung, die das Goethe-Institut in Stockholm kommenden Herbst veranstaltet. Da wäre Lindgren 100 Jahre alt geworden. „Wir haben zum Beispiel deutsche Prominente gefragt, warum sie ihre Bücher so mochten“, erzählt Angela Dörflinger. Die Germanistikstudentin aus Karlsruhe hat während eines achtwöchigen Praktikums am Goethe-Institut bei der Vorbereitung der Ausstellung geholfen. Frisch zurück aus dem hohen Norden ist ihr die Begeisterung für ihre Auslandsstation deutlich anzumerken: „Es hat riesig Spaß gemacht, vor allem weil ich bei ganz vielen Projekten richtig mit anpacken konnte.“ Jazz-Nächte, eine Buchpräsentation und eine DJ-Tournee – überall hatte die 24-Jährige ihre Finger im Spiel.

Für deutsche Studierende ist Schweden das beliebteste Land Skandinaviens – und wird deshalb neben Dänemark, Finnland und Norwegen auch auf der Studyworld vertreten sein. Überhaupt ist die Zahl der Deutschen in Skandinavien kontinuierlich gestiegen, weiß Gisela Schneider, die beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) für die Nordischen Länder zuständig ist. Die Faszination der Region fasst sie in drei Schlagworten zusammen: „Gute Hochschulen, interessante Städte und wunderschöne Landschaften.“

Das kann Daniela van der Pütten nur bestätigen. 2002/2003 studierte sie für ein Jahr an der Hochschule im schwedischen Skövde, einer Kleinstadt in der Nähe von Göteborg, zwischen den großen Seen Vänern und Vättern. „Mein erster Sommer war der heißeste seit 40 Jahren“, erinnert sich die 26-Jährige, „und man konnte sich jeden Tag aussuchen, in welchen See man springen wollte.“ Auch von ihrer Hochschule war die Kommunikationswissenschaftlerin begeistert. „Die Ausstattung war vom Feinsten, wir hatten 24 Stunden am Tag Zugang zu den Computerräumen, konnten uns jederzeit Kameras und Stative ausleihen.“ Ihre Schwedischkenntnisse brauchte sie allerdings kaum, denn: „Von der Supermarktkassiererin bis zum Professor sprachen wirklich alle Englisch.“

Auf der Studyworld sind rund 30 skandinavische Aussteller zu Gast. Norwegen, Dänemark und Finnland sind unter anderem mit den nationalen Hochschulagenturen vertreten. „Interessenten können bei uns allgemeine Fragen zu Studienprogrammen der norwegischen Universitäten, Stipendien, Anmeldevorschriften und Sprachkenntnissen stellen“, erklärt Bente Gundersen vom Norwegian Centre for International Cooperation in Higher Education (SIU) in Bergen. „Sie bekommen aber auch ganz praktische Tipps zur Aufenthaltsgenehmigung, zur Wohnsituation in Norwegen und zu unserer Kultur.“

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