Zeitung Heute : Guter Zug

Die S-Bahnhöfe Hermsdorf und Frohnau gehören zu den sichersten im ganzen Netz

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Sicher? „Klar“, sagt Ingrid Maggert. Die 53-Jährige verspürt keine Angst, wenn sie im S-Bahnhof Hermsdorf den Zug verlässt. Auch nicht am Abend oder in der Nacht. Spät sei sie allerdings nur selten unterwegs. Der Bahnhof sei hell, der Weg vor der Station ausreichend beleuchtet. „Und alleine steige ich selten aus; nach Hermsdorf wollen schließlich viele“, sagt Ingrid Maggert.

Die S-Bahn bestätigt diese Einschätzung. Die Bahnhöfe im Norden der Stadt gehörten zu den ganz sicheren im gesamten Netz, sagt ein Sprecher. Aktuelle Gewalttaten seien nicht bekannt, bei Schäden durch Graffiti und Vandalismus rangieren die Bahnhöfe Hermsdorf und Frohnau weit hinten in der Statistik.

Verschont bleiben aber auch diese Bahnhöfe nicht. Vor allem am Bahnhofsplatz in Hermsdorf ist die Fassade erheblich beschmiert. Auch der dort beginnende Tunnel unter den Bahnanlagen ist besonders am Anfang stark verunstaltet.

In Hermsdorf gibt es auf dem Bahnsteig noch einen Zugabfertiger. In Frohnau hat ihn die S-Bahn dagegen – wie auf vielen anderen Stationen im Netz – abgezogen. Allein müssen sich die Fahrgäste aber auch im Bahnhof Frohnau nicht fühlen. Im Empfangsgebäude gibt es einen Fahrkartenschalter. Zudem bringen Geschäfte Leben und Kunden in den Bahnhof. Der Naturkostladen in Frohnau hat sogar sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Die Bahn plant derzeit nicht, diese Bahnhöfe zu verkaufen. Woanders mussten Geschäfte nach einem solchen Handel nämlich weichen. kt

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