Zeitung Heute : "Hackerkrieg" gegen Regierungscomputer

Der "Hackerkrieg" gegen Web-Sites der amerikanischen Regierung geht weiter.Nach Medienberichten vom Dienstag haben Unbekannte jetzt Botschaften auf Web-Sites des Innenministeriums und eines Computerlabors deponiert, in denen sie vor weiteren polizeilichen Ermittlungen warnen: "Jetzt sind wir dran.Wir werden weiterhin zuschlagen, bis sie auf ihre Knie fallen und um Gnade betteln."

Zuvor hatten regierungskritische Computernutzer durch massenhaftes Abrufen der FBI-Website bereits das Informationsangebot der Bundeskriminalpolizei völlig lahmgelegt.Die Behörden reagieren nicht nur mit einer besseren technischen Sicherung ihrer Web-Sites, sondern auch mit Strafverfolgung.In elf Städten durchsuchte das FBI bei 18 Razzien Wohnungen und beschlagnahmte Computer.Einer der Verdächtigen ist ein Beschäftigter des Software-Konzerns Microsoft in Redmond (Bundesstaat Washington).

Als Urheber der Kampagne gelten weniger organisierte Gruppen als eine große Zahl junger Leute, die generell gegen das Abschotten vom Computersystemen sind.Zielscheibe der Polizei ist allerdings besonders eine Personengruppe, die unter dem Namen "Global Hell" lose zusammenarbeiten soll.

Laut einem Bericht der "New York Times" hatten bereits am vergangenen Sonntag Cracker Webseiten der Regierung heimgesucht und dort angekündigt, noch weitere Computer anzugreifen.In der vergangenen Woche wurde die Webseite des Senats entstellt und die des FBI lahmgelegt.Die Angriffe werden als Gegenanschläge auf Festnahmen und Hausdurchsuchungen des FBI in der Hacker-Szene verstanden.

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