Zeitung Heute : Hallo!

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Nach den beeindruckenden Paralympics von Peking 2008 stand die Frage im Raum, wie das relativ kleine Großbritannien mit dem dargebotenen Gigantismus mithalten wollte. Aber eine große Show bieten, das war nie das Ziel der Briten. London hatte von Anfang an auf das Wesentliche gesetzt: die Wirkung des Sports und des einzigartigen Spirits der Paralympics. Und was wir hier alles zu sehen bekamen!

Neue Rekorde, Nationalhelden und tragische Helden, wie Oscar Pistorius. Ich habe in meinem Leben schon viele Sportveranstaltungen gesehen, beim Fußball gelitten und gejubelt, aber selten habe ich so viele Tränen der Rührung verdrückt wie hier in London. Wer hier an Mitleidstränen denkt, der irrt. Nicht die Behinderung der Teilnehmer stand im Vordergrund, sondern einzig die unglaublichen sportlichen Leistungen der Athleten.

London hat alle Erwartungen übertroffen und neue Maßstäbe gesetzt, an denen sich die nachfolgenden Ausrichterstädte messen lassen müssen. Ich freue mich darauf, dass nun Rio mit den Paralympics im Sommer 2016 versuchen muss, diese inspirierenden Spiele von London zu toppen.

WILLI LEMKE,

Sonderberater des UN-Generalsekretärs

für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden

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