Zeitung Heute : Halloween-Kürbis – zuerst das Gesicht schnitzen

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Süßes oder Saures? Am Abend des 31. Oktobers wird Halloween gefeiert. Foto: ddpddp

Wer seinen Garten oder die Wohnung am 31. Oktober mit einem Kürbis dekorieren will, sollte ihm zuerst ein Gesicht schnitzen. Erst danach sollte die herbstliche Frucht ausgehöhlt werden, empfiehlt der Kürbiszüchter Hans-Werner Böhnke aus Itzehoe. Denn die vorher eingeschnittenen Augen, Nase und Mund lassen sich danach leicht mit dem Finger herausdrücken. Andersherum sei das Risiko groß, die Kürbiswand beim Schnitzen komplett einzudrücken.

Bei der Kürbiswahl spiele die Größe keine Rolle, sagte Böhnke. Wichtig sei eine besonders feste Schale. Der Experte empfahl „amerikanische Hybridsorten“. Wichtig ist außerdem die Wahl des richtigen Schnitzmessers: „Je größer der Kürbis, umso größer das Messer.“ Gleiches gilt für den Löffel zum Aushöhlen. Wer kein Expertenwerkzeug zur Hand hat, kann sich auch in der heimischen Küche bedienen. Für Böhnke ist die Hauptsache: „Schön stabil muss es sein.“    Eine Woche kann der Halloween-Kürbis als Dekoration genutzt werden. Dann fängt er an zu schimmeln und zu wässern, bei Frost noch früher. Ist es kühl, hält die herbstliche Pracht auch einige Tage länger. Von sogenannten Geheimtipps gegen das Verrotten hält der Züchter nichts. Kunstharz, Zitronensäure oder Haarspray halten das Verderben nicht auf: „Das nützt alles nichts. Der geht seinen irdischen Gang.“

Beim Einkauf sollte auf Qualität geachtet werden. Die Kürbisse müssen unverletzt, frei von Druckstellen und ausgereift sein. Der durch Halloween bekannte Riesenkürbis hat eine ungenießbare Schale und ist auch nicht besonders schmackhaft, lässt sich aber prima zu einer Laterne aushöhlen.

Andere Sorten können in der Küche so vielseitig wie kaum ein anderes Gemüse verarbeitet werden – ob süß oder pikant, gedünstet, überbacken oder eingelegt. Kleinere Exemplare besitzen ein festeres Fruchtfleisch, mehr Geschmack und sind weniger faserig als größere Früchte. Vor der Zubereitung wird der Kürbis gewaschen und anschließend mit einem scharfen Messer halbiert. Die Kerne und groben Fasern entfernt man mit einem Löffel und schneidet die Frucht dann zum Schälen in handliche Stücke. wid/niza/dpa

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