Zeitung Heute : Handfester Skandal zulasten von KZ-Opfern (Kritik)

Christian Hörburger

Was die Autoren über die Arbeit des Internationalen Suchdienstes (IST) in Arolsen (Hessen) zu berichten hatten, ist offensichtlich ein handfester Skandal, der auf dem Rücken von meist polnischen KZ-Opfern und ehemaligen Zwangsarbeitern ausgetragen wird. Mit 27 Millionen Mark jährlich finanziert die Bundesregierung den mit 400 Mitarbeitern eigentlich gut ausgestatteten Suchdienst. Doch statt mit gebotener Sorgfalt und Menschenwürde, die Recherchen so schnell wie möglich im Namen der Gepeinigten jetzt endlich abzuschließen, kommt es zu unglaublichen Wartezeiten, bis das IST auch nur eine erste Antwort den ehemaligen Häftlingen übermittelt. Was das Fernsehteam hier aufgedeckt hat, ist schlimm und stinkt zum Himmel, ein unbeschreiblicher Sumpf, der schnellstens ausgetrocknet werden muss.

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