Zeitung Heute : Handys: Gesundheitsgefahren weiter ungeklärt

Die Zahl der Handy-Nutzer in Deutschland und weltweit steigt immer weiter. Gesundheitliche Gefahren der Mobilfunkgeräte für den Menschen bleiben jedoch umstritten. Immer wieder tauchen Warnungen über Gesundheitsgefahren von Kopfweh, Übelkeit über Tinnitus oder Gedächtnis- und Schlafstörungen bis hin zu Krebs auf. Auch gegenteilige Berichte sind unter Berufung auf wissenschaftliche Untersuchungen zu lesen.

Aber bewiesen ist nichts, wie Experten auf der Wissenschaftspressekonferenz am Dienstag in Bonn übereinstimmend betonten. Mehr als "wissenschaftliche Hinweise" auf potenzielle Gefahren gebe es nicht. Und über mögliche Langzeitwirkungen fehlten Erkenntnisse gänzlich. Die Beantwortung der Frage, ob das Handy als modernes Kommunikationsmittel nur Segen oder doch auch Fluch sein könnte, ist schlicht nicht möglich. Es mache wenig Sinn, zu bestimmten Geräten oder Marken mit relativ niedrigen Strahlungswerten zu raten, da der Innovationszyklus auf dem Markt rasant sei, erläuterte Joachim Gertenbach vom Bundesverband gegen Elektrosmog. Die Untersuchungen zu den Handy-Gefahren seien meist widersprüchlich, betonte Peter Neitzke, Leiter des Ecolog-Instituts. "Mindestens 80 Prozent der Studien sind schlecht gemacht und sagen nichts aus."

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