Zeitung Heute : Hat dieser Papagei ein gültiges Gesundheitszeugnis? Bisher schweigt er …

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Dieser Fan hat sich viel Mühe mit seinem Auftritt gegeben. Nicht nur harmoniert das Pärchen farblich perfekt – viel Gelb, Hellblau und etwas Grün, passend zu den brasilianischen Flaggenmeer im Hintergrund. Um mit einem Gelbbrust-Ara, einem ara ararauna, auf der Schulter das Spiel der Selecao anzufeuern, musste die Brasilianerin ihre Reise wohl lange vorher planen. Das Zoll-Infocenter in Offenbach bestätigt: „Lebende Tiere einzuführen, ist schon mit etwas Aufwand verbunden.“

Der Reihe nach. Zunächst muss der Grenztierarzt sein Einverständnis erklären – auf Grundlage eines aktuellen Gesundheitszeugnisses, das höchstens zehn Tage alt ist und bestätigt, dass im Herkunftsbestand in den letzten 30 Tagen keine Krankheit aufgetreten ist, die auf Papageien oder Sittiche überspringen kann. 24 Stunden vor Ankunft des Vogels muss das dem Flughafen angezeigt werden. Der Zoll prüft dann, laut Washingtoner Artenschutzabkommen, ob eine Einfuhrgenehmigung des Bundesamtes für Naturschutz erteilt wird. Die setzt eine Ausfuhrbescheinigung des Herkunftslandes voraus. Wichtig ist, dass der Ara das Land auch wieder verlässt – sonst wäre das eine zoll- und steuerpflichtige Umsiedelung (175 Euro Warenwert sind zollfrei; ein Ara kostet gut das Zehnfache). Nach Ermessen kann der Zoll eine Kaution erheben, die sich nach dem Wert des Papageien richtet … Aber die Mühe hat sich gelohnt!

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