Zeitung Heute : Hauen und Stechen

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Was wird heute wichtig?

Sicher sein kann sich eigentlich nur ein prominenter Grüner aus BadenWürttemberg. Der frühere Bundesvorsitzende und seit kurzem außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Fritz Kuhn hat bisher keinen Gegenkandidaten für Platz zwei auf der Landesliste, die am heutigen Samstag in Rottweil aufgestellt wird. Nicht einmal Oswald Metzger, der nach drei Jahren wieder in den Bundestag drängt, will gegen Kuhn antreten. „Aber ab Platz vier greife ich an“, kündigte Metzger an. Erst am Donnerstagabend schaffte er es durchaus knapp, in seinem Wahlkreis nominiert zu werden. „Das war der Versuch, mich vom Parteitag fern zu halten“, meinte er. Allerdings sieht Metzger seine Chancen selbst lediglich bei 30 zu 70. Schließlich hat er seine Parteifreunde drei Jahre lang hartnäckig mit seinen wirtschaftsliberalen Positionen geärgert. Aber selbst Uschi Eid, Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, und jahrelang unangefochten auf Platz eins, muss sich diesmal starker Konkurrenz stellen. Die Gesundheitspolitikerin Birgitt Bender, die 2002 zum ersten Mal in den Bundestag gewählt worden ist, und die Landesvorsitzende Sylvia Kotting-Uhl wollen Eid ihren Spitzenplatz abjagen. Aber nach 16 Jahren im Bundestag gibt es offenbar eine beachtliche Zahl von Delegierten, die lieber neue Gesichter an der Spitze der Liste sehen würde. Bei der Wahl 2002 schafften es neun grüne Politiker aus Baden-Württemberg in den Bundestag. Dieses Mal rechnen die Strategen mit acht sicheren Plätzen. Ob es die bisherigen Abgeordneten Winfried Hermann, Kerstin Andreae, Antje Vogel-Sperl, Petra Selg oder Alexander Bonde wieder schaffen, ist schwer einschätzbar. Die Konkurrenz ist groß. Als überregional zwar unbekannter, aber starker Kandidat wird beispielsweise Gerhard Schick gehandelt. Der 33-Jährige arbeitete auch am Wahlprogramm mit. deh

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