Zeitung Heute : Heiße Leidenschaft

Sechs Ratschläge vom Deutschen Grillmeister-Team

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Sie heißen „Cooking Sisters“, „Smokers Delight“ oder „Klippengriller“ und zaubern mit ein bisschen Holzkohle alles auf den Tisch, was das Herz eines hungrigen Gartenfestbesuchers höher schlagen lässt: zum Beispiel Grillwurst gefüllt mit Pinienkernen und Basilikumblättern, Winzersteak mit Trauben und Käsefüllung oder auch gegrillte Butterbrioche mit flambierter Birne und Gianduiasauce. Treffen sich die Teams allerdings zu den Deutschen Grillmeisterschaften, müssen sie sich zusätzlich auch noch jede Menge Gedanken um dekoratives Ambiente und eine Appetit anregende Präsentation machen. Doch das ist kein Problem für Michael Hoffmann (34), den Kapitän des „GutGlut Grillkombinats“. Das sechsköpfige Team aus Rösrath ergrillte sich in Bad Lippspringe den Titel „Deutsche Grillmeister 2003“. Im Wettbewerb gegen 25 andere Teams setzten sich die Hobbyköche in fast allen Disziplinen durch. Beim Meistergrillen geht es nämlich nicht nur um die Wurst, sondern auch um Geflügel, Fleisch und Dessert.

Im September wird das „GutGlut Grillkombinat“ an den Weltmeisterschaften im Grillen in Montego Bay / Jamaika teilnehmen. Doch man muss nicht gleich nach Höherem streben. Michael Hoffmann hat auch für Hobbygriller, die nicht unbedingt Deutsche Meister werden wollen, aber Wert auf ein gelungenes Grillfest legen, sechs Tipps parat:

Die Kohle vor dem Grillen gut durchglühen lassen. Sie muss eine dünne weiße Ascheschicht bilden.

Vor dem Auflegen der Grillware die Hand dicht über den Rost halten. Kann bis „21, 22“ gezählt werden, ist der Grill richtig eingestellt. Wird es beim Zählen zu heiß, muss man den Rost höher legen.

Das Fleisch vor dem Grillen mit reinem Olivenöl oder Marinade bestreichen. Hilft gegen das Anpappen der Grillware auf dem Rost. Auch während des Grillens das Grillgut immer vor dem Wenden bestreichen.

Jede Seite heiß angrillen (Vorsicht: das Fleisch darf nicht zu dunkel werden) und dann den Rost höher einstellen.

Nicht mit der Gabel ins Fleisch pieksen, sonst läuft der Fleischsaft aus und das Fleisch wird trocken. Grillware immer mit einer Grillzange wenden.

Das Fleisch in Ruhe garen lassen. Es braucht die gleiche Zeit wie üblicherweise in der Küchenpfanne. rch

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