Zeitung Heute : Heizkosten: Fehler bei der Abrechnung

Heizkostenabrechnungen sind oft falsch. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat fünf typische Fehler zusammengestellt:

Der Brennstoffverbrauch wird falsch bewertet. Das passiert vor allem bei Öl-Zentralheizungen. Bei der Berechnung des Heizölverbrauchs und der Kosten müssen Anfangs- und Endbestand sowie die Heizöllieferungen berücksichtigt werden. Oft werden Anfangs- oder Restbestand entweder gar nicht, mit null Litern oder über mehrere Zeiträume immer mit den gleichen Werten angegeben.

Die Kosten werden zu mehr als 70 Prozent nach Verbrauch abgerechnet. Die Heizkostenverordnung schreibt aber vor, dass maximal 70 Prozent nach Verbrauch und mindestens 30 Prozent nach der Fläche abzurechnen sind.

Die Gesamtkosten für die Warmwasserbereitung werden pauschal mit 18 Prozent angesetzt. Dies ist jedoch nur im Ausnahmefall zulässig, wenn es aus technischen Gründen nicht möglich ist, einen zentralen Warmwasserzähler einzubauen. Dieser Fall ist laut Verbraucherschützern jedoch selten.

Nutzergruppen werden falsch getrennt. Wenn unterschiedliche Systeme zur Verbrauchserfassung (Wärmezähler, Heizkostenverteiler) vorhanden sind oder es unterschiedliche Nutzungsarten im Gebäude gibt (Büros und Wohnungen), findet in der Regel eine Aufteilung der Gesamtkosten auf die verschiedenen Gruppen mit Hilfe von Wärmemengenzählern statt. Diese Aufteilung ist häufig nicht nachvollziehbar oder fehlerhaft.

Es gibt keine Erfassungsgeräte. Die Heizkostenverordnung verlangt eine verbrauchsabhängige Abrechnung mit Hilfe von Erfassungsgeräten. Eine Aufteilung der Kosten zu 100 Prozent anhand der Wohnungflächen ist nur im Ausnahmefall zulässig. dpa

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