Zeitung Heute : Henkel wusste vom Schreddern

Innensenator wurde vor drei Wochen informiert.

Berlin - Der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) ist bereits am 15. Oktober dieses Jahres darüber informiert worden, dass der Verfassungsschutz des Landes noch im Juni 2012 beim Entheften und Schreddern von Akten zu Neonazis geholfen hat. Wie berichtet, sind dabei Unterlagen zur Rechtsrockszene um die Band „Landser“ von Interesse, in deren Umfeld sich Helfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) bewegten. Weil eine vom NSU- Bundestagsuntersuchungsausschuss gesetzte Frist am Mittwoch ablief, hatte die Innenverwaltung erst am Dienstag kurzfristig die Berliner Abgeordneten informiert. Henkel selbst ist bis Donnerstag krankgeschrieben, teilte aber mit, es handle sich bei dem Schreddern wohl um „menschliches Versagen“. Das wird in der Opposition angezweifelt, zumal der zuständige Referatsleiter des Verfassungsschutzes am Entheften der Aktenordner beteiligt war.hah

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