Zeitung Heute : Hepatitis: Prophylaxe: Wie kann man sich schützen?

Gegen Hepatitis A kann man sich impfen lassen. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt dies Menschen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind wie Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Laborpersonal, homosexuell aktiven Männern, Kanalisations- und Klärwerkarbeitern sowie jedem, der in die Tropen reist. Denn dort ist das Virus weit verbreitet. Wer als Fernreisender nicht geimpft ist, sollte keine frischen, ungepellten Lebensmittel essen und die Hände regelmäßig desinfizieren.

Gegen Hepatitis B ist ebenfalls ein Impfstoff auf dem Markt. Seit 1995 empfiehlt die STIKO nicht nur stärker gefährdeten Personen wie Reisenden, sich immunisieren zu lassen, sondern alle Säuglinge und Kleinkinder zu impfen. Möglichst die ganze nachwachsende Generation soll immun sein gegen das Virus. Die Impfung hält aber nicht lebenslang, ebenso wie bei Hepatitis A, sondern sollte, je nach Risiken und nach dem Antikörperstatus, wieder aufgefrischt werden. Sie verhindert auch eine Infektion mit Hepatitis D. Auch Impfungen schützen nicht immer vor den Erregern, man darf sich nicht völlig auf sie verlassen, sondern sollte bei höheren Risiken vorsichtig sein. Gegen die übrigen Erreger hilft ohnehin nur, eine Infektion selbst zu verhindern.

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