Zeitung Heute : Herausforderung Alzheimer

Wie Medikamente Demenzkranken helfen sollen

Peter Albiez

Älter werden bedeutet Chance und Herausforderung zugleich – für jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft als Ganzes. Nach dem Erwerbsleben beginnt für viele Menschen schon längst nicht mehr der Ruhestand, sondern eine Phase der Neuorientierung. Sie fühlen sich meist fit und setzen sich neue Ziele. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland liegt derzeit bei rund 80 Jahren und steigt stetig. 2030 wird in Westeuropa die Hälfte aller Menschen eine Lebenserwartung von weiteren 40 Jahren haben. Ihre Vitalität ist ein Aktivposten, auf den unsere Gesellschaft nicht verzichten kann.

Deshalb ist die demografische Entwicklung auch für forschende Arzneimittelhersteller wie Pfizer eine besondere Herausforderung. Unser Ziel ist es, Gesundheit und Lebensqualität in jedem Lebensabschnitt zu verbessern. Wir haben den Anspruch, innovative Arzneimittel zu entwickeln, die auf die medizinischen Bedürfnisse unterschiedlicher Patientengruppen zugeschnitten sind.

Auf die älter werdende Gesellschaft haben wir uns bereits gut eingestellt: Bei Pfizer untersuchen wir spezifisch das Thema Geriatrie, um zu verstehen, wie sich die Bedürfnisse der oft zitierten ‚Silver Generation’ mit den Jahren verändert. Darauf können wir reagieren und dazu beitragen, die Selbstständigkeit älterer Menschen, im Optimalfall in der gewohnten Umgebung, zu erhalten. Pfizer verfügt über ein umfassendes Spektrum an hochwertigen Arzneimitteln und erweitert dies stetig.

In einer alternden Gesellschaft gehören Demenzerkrankungen wie Alzheimer zu den größten Herausforderungen. Umso wichtiger ist deshalb eine Intensivierung der Forschung, um die Ursachen und grundlegenden Mechanismen der Erkrankung besser zu verstehen und neue, wirksamere Medikamente zu entwickeln. Beim Verständnis um ihre Entstehung ist die Forschung ein gutes Stück vorangekommen, aber nach wie vor sind wesentliche Aspekte der Erkrankung unbekannt.

Bei Pfizer ist Alzheimer ein Schwerpunkt der Forschung. Wir wollen die Zukunft der Alzheimer-Therapie aktiv mitgestalten und forschen an unterschiedlichen Ansätzen, die teilweise schon weit fortgeschritten sind: beispielsweise an der so genannten Immuntherapie. Dabei werden besondere Antikörper eingesetzt, die toxische Proteine aus den Gehirnen von Alzheimer-Patienten entfernen können und dadurch die Gehirntätigkeit verbessern. Bereits 2013 soll ein neues Medikament von Pfizer verfügbar sein, das die vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten erweitert. Peter Albiez

Der Autor ist Geschäftsführer der Pfizer Pharma GmbH in Berlin

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